FDM-Drucker der Kobra-Reihe von Anycubic: offene Rahmen für den Einstieg, geschlossene CoreXY-Geräte für größere Bauteile und für Materialien, die Wärme im Bauraum brauchen. Entschieden wird über Bauraumgröße und Mehrfarbdruck, denn die Combo-Varianten bringen das ACE-Pro-Modul zum automatischen Filamentwechsel mit.
Bewegtes Bett oder CoreXY
Bei der klassischen Bauart fährt das Druckbett in Y-Richtung. Das ist einfach und günstig, begrenzt aber das Tempo, weil bei jedem Richtungswechsel die Masse des Bauteils mitbeschleunigt wird. CoreXY bewegt nur den Druckkopf in der Ebene, das Bett fährt in Z. Hohe Bauteile bleiben dabei ruhig stehen.
Bauraum realistisch wählen
Die angegebene Bauhöhe wird selten ausgereizt. Wichtiger ist die Grundfläche, denn breite flache Teile scheitern häufiger an der Fläche als an der Höhe. Große Bauräume verlängern zudem die Aufheizzeit des Betts.
Mehrfarbdruck über ACE Pro
Das Modul führt mehrere Rollen an einen Druckkopf und wechselt zwischen den Farben. Bei jedem Wechsel wird die Düse gespült, das Spülmaterial landet als Turm neben dem Bauteil. Mehrfarbige Drucke dauern deutlich länger und verbrauchen mehr Filament. Zugleich hält das Modul die Rollen trocken, was PETG und TPU zugutekommt.
Geschlossen drucken
Ein Gehäuse hält Wärme im Bauraum und ist Voraussetzung für ABS, ASA und Polycarbonat. Bei PLA gilt das Gegenteil: Wird es im Gehäuse zu warm, erweicht das Filament schon im Extruder und die Düse verstopft. Bei PLA bleibt die Tür offen.