Creality führt Handscanner in zwei Messverfahren: Blaulaser-Linien für glänzende und dunkle Oberflächen, NIR-Streifenlicht für Körper- und Gesichtsscans. Die Wahl richtet sich nach Objektgröße und Oberfläche, nicht nach der angegebenen Genauigkeit allein.
Blaulaser und Streifenlicht
Laserlinien kommen mit glänzenden, dunklen und teilweise transparenten Flächen zurecht, an denen Streifenlicht abbricht. Streifenlichtscanner erfassen dafür größere Flächen je Aufnahme und arbeiten schneller bei matten Objekten. Geräte mit beiden Verfahren wechseln je nach Werkstück.
Was die Genauigkeitsangabe bedeutet
Ein Wert wie 0,02 mm ist die Einzelpunktgenauigkeit unter Laborbedingungen. Über ein größeres Objekt addiert sich der Fehler beim Zusammensetzen der Einzelaufnahmen. Für Passteile zählt deshalb die Volumengenauigkeit, nicht der Einzelpunktwert.
Marker und Vorbereitung
Objekte ohne Struktur, etwa eine glatte Kugel, liefern dem Scanner keine Anhaltspunkte zum Ausrichten. Reflektive Marker auf dem Objekt oder auf einer Unterlage lösen das. Glänzende Metallflächen brauchen zusätzlich Scanspray, das nach dem Scan rückstandsfrei abtrocknet.
Vom Scan zum Druckteil
Das Rohergebnis ist ein Netz aus Dreiecken, kein CAD-Modell. Für Nachbau und Änderung wird es in einer Software mit Flächenrückführung nachgearbeitet. Für einen reinen Nachdruck reicht das Netz nach dem Schließen von Löchern aus.
Anschluss
Handscanner übertragen große Datenmengen in Echtzeit. Prüfe die geforderte Rechnerausstattung, bevor du dich auf ein Modell festlegst.