Wie viel kostet ein 3D-Druck?
Die Kosten eines 3D-Drucks setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen: Material, Stromverbrauch, Maschinenabschreibung und – bei Auftragsdruck – Arbeitszeit. Hier findest du konkrete Richtwerte, mit denen du deine eigenen Druckkosten grob überschlagen kannst.
Materialkosten
Der größte variable Kostenfaktor ist meist das Filament oder Resin selbst:
- PLA/PETG: Standardfilamente liegen üblicherweise im Bereich von ca. 15–30 € pro Kilogramm.
- Spezialfilamente (Carbon-Composite, Nylon, PC): deutlich teurer, oft 40–80 € pro Kilogramm oder mehr.
- Standard-Resin: meist ca. 25–40 € pro Liter, technische/spezielle Resins entsprechend höher.
Ein kleines Modell mit z. B. 20 g Materialverbrauch kostet bei 20 €/kg PLA also nur rund 0,40 € an reinem Material.
Stromkosten
Ein typischer FDM-Drucker verbraucht während des Drucks – je nach Modell, Betttemperatur und Bauraumgröße – üblicherweise im Bereich von 50–150 Watt. Bei einem angenommenen Strompreis von rund 30 Cent/kWh ergibt das für einen mehrstündigen Druck üblicherweise nur wenige Cent bis niedrige einstellige Euro-Beträge an Stromkosten – bei haushaltsüblichen Druckzeiten meist ein kleinerer Kostenfaktor als das Material.
Maschinenkosten (Abschreibung)
Ein Einstiegsdrucker kostet üblicherweise ab ca. 150–300 €, Modelle mit mehr Funktionsumfang (Auto-Nivellierung, höhere Geschwindigkeit, größerer Bauraum) liegen oft im Bereich von 400–1.000 €. Verteilt man den Anschaffungspreis auf die zu erwartende Nutzungsdauer und Druckanzahl, ergibt sich ein kleiner Abschreibungsbetrag pro Druck – bei intensiver Nutzung oft nur wenige Cent pro Stunde Druckzeit.
Wartung und Verschleißteile
Düsen, Riemen oder gelegentlich ein Hotend-Tausch fallen über die Lebensdauer eines Druckers an. Realistisch einzuplanen sind wenige Euro pro Monat bei regelmäßiger Nutzung – deutlich geringer als Material- oder Anschaffungskosten.
Arbeitszeit (bei Auftragsdruck oder gewerblicher Nutzung)
Wer für andere druckt, sollte zusätzlich die eigene Zeit für Modellvorbereitung, Überwachung des Drucks und Nachbearbeitung (Supports entfernen, Schleifen, ggf. Lackieren) einkalkulieren – dieser Faktor übersteigt bei komplexeren Aufträgen häufig die reinen Material- und Stromkosten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet ein einfacher Testdruck wie ein 3D-Benchy?
Bei rund 15–20 g PLA-Verbrauch liegen die reinen Materialkosten meist deutlich unter einem Euro – der größte Kostenfaktor bei einem einzelnen kleinen Druck ist meist die Maschinenabschreibung, nicht das Material.
Warum unterscheiden sich Preisangebote für denselben Druck oft stark?
Weil unterschiedliche Anbieter Arbeitszeit, Nachbearbeitung und Maschinenabschreibung unterschiedlich stark einpreisen – bei reinem Material sind die Unterschiede meist gering.